Zahnarztangst – Die Panik vor der Zahnbehandlung
Wenn krankhafte Angst ein Behandlung unmöglich macht

Es gibt wohl kaum einen Menschen der sich gerne zum Zahnarzt begibt. Für einen Großteil der Bevölkerung ist der Gang zum Dentisten mit Ängsten und Nervosität verbunden. Bis zu einem gewissen Maße stellt das kein Problem dar. Wenn die Angst jedoch übermächtig wird und von Schweißausbrüchen, Herzrasen, Zittern oder Panik begleitet wird, spricht man von einer Zahnbehandlungsphobie. Die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage zum Zahnarzt zu gehen. Unbehandelt verfällt das Gebiss zusehends. Karies und Parodontose machen sich breit und verursachen chronische Zahnschmerzen. Die Zahnbehandlungsphobie ist jedoch so übermächtig, dass die Angstpatienten diese Einschränkung ihrer Lebensqualität in Kauf nehmen. Ursächlich für die extreme Angst sind häufig negative Erlebnisse mit Zahnärzten, oder eine allgemeine Angstneurose die sich auf diesen Bereich erweitert hat.
Hilfe für Angstpatienten
Einige Zahnärzte haben sich auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisiert. Sie bieten eine spezielle Angstsprechstunde, in der keine Behandlung erfolgt, die Patienten ihre Ängste jedoch offen aussprechen können. Das schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre. Das gesamte Praxisteam ist für die Befindlichkeiten der Betroffenen sensibilisiert und agiert entsprechend verständnisvoll. Um eine erträgliche Behandlung zu ermöglichen, können sich die Patienten in Hypnose, oder durch eine Beruhigungsspritze in einen angenehmen Dämmerschlaf versetzen lassen. In diesem Zustand ist das Angst- und Schmerzempfinden ausgeschaltet. Bereits im Vorfeld kann der Patient durch die Gabe von Beruhigungsmitteln sediert werden. In besonders schweren Fällen ist eine Behandlung unter Vollnarkose möglich. Seit 2009 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einer Vollnarkose, wenn die Zahnbehandlungsphobie durch einen Facharzt attestiert wurde.
