Parodontitis – Die schleichende Gefahr
Wenn die Zähne langsam den Halt verlieren

Die Parodontitis ist eine bakterielle Infektion des Zahnhalteapparates mit weitgehend irreversiblen Zerstörungen. Grundsätzlich wird die Erkrankung in eine entzündliche (Parodontitis)und nicht-entzündliche Form (Parodontose) unterschieden. Die Parodontose tritt selten auf hat sich aber im allgemeinen Sprachgebrauch als Oberbegriff für beide Formen durchgesetzt. Hauptursächlich für die Parodontitis ist die mangelhafte Entfernung der Zahnbeläge (Plaque). Die Beläge produzieren fortlaufend bakterielle Giftstoffe, die sich in den Zwischenräumen von Zähnen und Zahnfleisch sammeln und dort chronische Entzündungen verursachen. Es bilden sich tiefe Zahnfleischtaschen, in denen sich wiederum Bakterien und Speisereste sammeln und so der Entzündung weiter Vorschub leisten. In der Folge kommt es zu Zahnfleischblutungen, Zahnfleischrückgang, Kieferknochenschwund und schließlich zum Zahnverlust. Der Abbau des kompletten Zahnhalteapparates wird dabei zum Teil vom Körper selbst verursacht, der in seiner Immunreaktion auch eigenes Gewebe angreift. Ein Symptom allein reicht für die Diagnose der Parodontitis nicht aus. Der Zahnfleischrückgang kann beispielsweise eine normale Alterserscheinung sein. Ein Millimeter pro Lebensjahrzehnt gelten als normal.
Prophylaxe der Parodontitis
Generell sollten die Zähne 3x täglich gründlich mit Zahnbürste und Zahnpasta gereinigt werden Dabei werden die schädlichen Zahnbeläge entfernt, welche die Parodontitis verursachen. Für die schwer zugänglichen Zahnzwischenräume empfiehlt sich die Anwendung von Zahnseide , Interdentalbürsten. oder einer Munddusche. Bei den halbjährlichen Kontrollterminen sollte immer der Zahnstein entfernt werden. Eine professionelle Zahnreinigung dient ebenfalls der Vorbeugung.
Behandlung der Parodontitis
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und besteht in erster Linie aus dem Entfernen aller Zahnbeläge oberhalb und unterhalb des Zahnfleischrands. Zur Säuberung der Zahnfleischtaschen muss in schweren Fällen chirurgisch eröffnet und saniert werden. Die Gabe von Antibiotika kann das Wiederaufflammen der Entzündung verhindern.
