Karies – Die Volkskrankheit Nr. 1
Der permanente Kampf gegen den Zahntod

Nahezu jeder Erwachsene in Deutschland ist von Karies betroffen, lediglich ein Prozent verfügt über ein naturgesundes Gebiss. Die Karies ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Streptokokken ausgelöst wird. Eine Ansteckung erfolgt häufig bereits kurz nach der Geburt, beispielsweise durch Speichelkontakt und ist praktisch unvermeidbar. Fortan ist der Keim fester Bestandteil der Mundflora wo er unter bestimmten Bedingungen sein zerstörerisches Werk beginnt. Speisereste lagern sich permanent auf den Zähnen ab und bilden festsitzende Beläge (Plaque). Verschiedene Bakterien zersetzen die Plaque und bilden dabei Säuren, die den Zahnschmelz entmineralisieren (entkalken). Es entsteht ein oberflächliches Loch, dass die Kariesbakterien als Eintrittspforte nutzen. Haben sie ein mal den Schmelz durchdrungen, zerstören sie langsam aber sicher die komplette Zahnsubstanz. Die Zahnkaries unterscheidet sich in vier verschiedene Stadien (Initialkaries, Dentinkaries, Caries profunda und Caries penetrans) Lediglich im ersten Stadium (Initialkaries) ist die Erkrankung reversibel und kann durch die Remineralisation des Zahnschmelzes beseitigt werden.
Prophylaxe
Eine regelmäßige und gründliche Reinigung der Zähne mit der Zahnbürste und einer fluoridhaltigen Zahnpasta, insbesondere nach dem Genuss zuckerhaltiger Lebensmittel, ist und bleibt der beste Schutz gegen Karies. Beim Zähneputzen werden die bakteriellen Zahnbeläge (Plaque)entfernt und somit die Entkalkung der Zähne verhindert. Durch das Fluorid wird der Zahnschmelz zusätzlich remineralisiert und gehärtet. Die engen Zahnzwischenräumen sind am häufigsten durch die Zahnfäule betroffen, da sie mit der Zahnbürste nicht erreicht werden können. Diese Problemstellen können mit Zahnseide und Interdentalbürsten gereinigt werden. Die wöchentliche Anwendung eines hochkonzentrierten Fluoridgels ist ebenso zu empfehlen wie die Nutzung antibakterieller Mundspülungen.
